Erziehungsmassnahme Bussen

Wie die Schutzverordnung durchgesetzt werden kann

Die Schutzverordnung sieht drastische Bussen als Vollzugsmassnahme gegen fehlbare Besuchern vor. Fehlbar heisst in diesem Sinne, dass ein Wanderer Pilze sammelt oder Bärlauch erntet oder ein Reiter bzw. Velofahrer eine Strasse nutzt die nur von Wanderern begangen werden darf. Die Verbote sind nicht wie jedem Schweizer geläufig mit den gängigen Schildern signalisiert. Entweder man kennt die Schutzverordnung vom Lesen oder informiert sich an den schwarzen Tafeln. Die Tafeln geben jedoch keinen Hinweis über die äusserst fragwürdigen Verbote und deren Bestrafung.

Die Prozedur bzw. die Basis ist folgende. Der Ranger hält eine fehlbare Person an um diese zu Verzeigen. Dazu sollte die fehlbare Person ihre Personalien bekannt geben. Möchte die fehlbare Person dies nicht tun, so muss die Polizei die Personalien feststellen. Der Ranger hat aus rechtlicher Sicht keine Möglichkeiten fehlbare Besucher festzuhalten. Die Anzeige wird dann dem Statthalteramt in Affoltern am Albis weitergeleitet. Das Statthalteramt entscheidet über die Busse. Die Busse kann im Bereich von 0 sFr. – 50’000 sFr. ausfallen.

Wie es gelebt wurde

In den Jahren 2008 – 2011 wurden keine Besucher des Wildnisparks verzeigt. Fehlbare Besucher wurden mündlich aufgeklärt. Mit dieser Massnahme konnte die Schutzverordnung nicht durchgesetzt werden. Deshalb entschied der Wildnispark für das Jahr 2012 fehlbare Besucher nach einer mündlichen Verwarnung anzuzeigen.

Zum Vergleich

Der Ansatz wie der Wildnispark die Bestrafungen eingeführt hat. Zuerst 4 Jahre ohne Agieren und dann happige Strafen die in keinem Verhältnis zu anderen Vergehen stehen.

Art der Busse Preis Verhältnis
Telefonieren beim Fahren 100 Die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer an Leib und Leben wird mit lächerlichen 100 Franken geahndet.