Steinemikado

Mikado mit Bäumen, von diesem Spiel berichtet der Wildnispark in schon fast regelmässigen Abständen. Mit Seilwinden und Motorsägen werden bei diesem Spiel Bäume umgerissen. Das Ergebnis ist mehr Totholz und ein unpassierbarer Weg. Einen Weg unpassierbar machen kann man aber auch mit Steinen. Damit hält man zwar keine Wanderer, Velofahren oder Reiter auf, aber Fahrzeuge. Seit letztem Sommer kann man beobachten, dass die Steine im Gebiet Mattli und Schweikhof in regelmässigen Abständen versetzt werden. Und es handelt sich nicht um kleine Steine. Um diese Steine zu bewegen braucht es typischerweise Kräfte welche von Maschinen erzeugt werden können. Ab und zu gibt es auch eine deftige Spur durch den angrenzenden Wald. Weg Sperren oder doch nicht sperren fragt man sich. Und wer soll diesen Weg in regelmässigen Abständen benutzen so dass es als störend empfunden wird? Die Jungs von nebenan welche am Freitag-Abend eine Party auf dem Albis schmeissen?

Diese Steine werden regelmässig bewegt.

Diese Steine werden regelmässig bewegt.

Förderung Totholz versus Energiewende

Wir wurden darauf aufmerksam gemacht, dass in einigen Beiträgen auf unserer Seite und in der Presse die Darstellung von Totholz nicht korrekt sei. Insbesondere, die CO2-Freisetzung. Da dieses Thema komplexer Natur ist, weder die Wissenschaft noch der Bund für sämtliche Aspekte eine eindeutige Antwort publiziert, können entsprechende Vereinfachungen des Themas schnell falsch verstanden werden. Wir denken, dass wir mit folgender Feststellung die Problemstellung einfach und verständlich beschreiben können:

Ein Wald setzt gleich viel CO2 frei ob er nun bewirtschaftet wird oder nicht. Das Holz setzt dabei so viel CO2 frei, wie es während seiner Lebensdauer aus der Luft aufgenommen hat. Der Punkt ist aber, dass mit dem genutzten Holz andere, CO2 intensive Materialien (Beton, Stahl, Erdöl, Erdgas) eingespart werden können und so gesamthaft weniger CO2 in die Atmosphäre freigesetzt wird. Vorteilhaft insbesondere beim Bauholz ist, dass das im Holz gespeicherte CO2 während vieler Jahre in der Bausubstanz eingelagert werden und somit der Atmosphäre entzogen werden kann. Der Bund hat daher auch das Ziel, das im Wald nachwachsende Holz möglichst vollständig zu nutzen, da dies in einer Gesamtbetrachtung die beste CO2 Bilanz ergibt. Nachzulesen ist das in einer Studie des Bundes.

Wir Menschen sind also in einem Dilemma zwischen aktuellem Artenschutz (Tiere im Totholz) und der langfristigen Sicherstellung des Lebens auf der Erde indem das ausgestossene CO2 verringert wird (aktueller Stand der Wissenschaft). Wir denken, dass auch beides möglich sein soll. Aber nicht in der extremen Form entweder Totholz oder kein Totholz.

Karfreitagwanderung durch den Sihlwald

Am eher trüben Karfreitag bin ich vom Mittelalbis über den Oberalbis bis zum Mätteli gewandert dann dem Albisgrat entlang bis zur Abzweigung des Rossfussweges hinunter zur Weierbrunnenstrasse und anschliessend entlang der Waldmattstrasse bis zum Spinnerweg. Von da hinauf zur Schnabellücke und über den Bürglen zum Bergrestaurant  Albishorn.

Beim genaueren Betrachten des in der Kernzone  (Prozessschutz) liegenden Waldes, stellte ich fest, dass bald mehr Totholz herumliegt als gesunde Bäume.

Das verrottende herumliegende Holz verunmöglicht den darunterliegenden Samen sich zu entwickeln und die offenen Flächen wieder zu bestocken.

Die Frage stellt sich auch, wie kann der Sihlwald bei Westwind, die CO2 Wolke der Aglomeration Zürich   in Sauerstoff umwandeln, wenn er schon selbst mit dem CO 2 ausstossenden Totholz beschäftigt ist.

Einerseits wird vom Sihlwald als grüne Lunge gesprochen, andererseits wird eben diese Lunge unter dem Deckmantel des Naturschutzes zerstört.

Bruno Heinzer

Karfreitagwanderung