Förderung Totholz versus Energiewende

Wir wurden darauf aufmerksam gemacht, dass in einigen Beiträgen auf unserer Seite und in der Presse die Darstellung von Totholz nicht korrekt sei. Insbesondere, die CO2-Freisetzung. Da dieses Thema komplexer Natur ist, weder die Wissenschaft noch der Bund für sämtliche Aspekte eine eindeutige Antwort publiziert, können entsprechende Vereinfachungen des Themas schnell falsch verstanden werden. Wir denken, dass wir mit folgender Feststellung die Problemstellung einfach und verständlich beschreiben können:

Ein Wald setzt gleich viel CO2 frei ob er nun bewirtschaftet wird oder nicht. Das Holz setzt dabei so viel CO2 frei, wie es während seiner Lebensdauer aus der Luft aufgenommen hat. Der Punkt ist aber, dass mit dem genutzten Holz andere, CO2 intensive Materialien (Beton, Stahl, Erdöl, Erdgas) eingespart werden können und so gesamthaft weniger CO2 in die Atmosphäre freigesetzt wird. Vorteilhaft insbesondere beim Bauholz ist, dass das im Holz gespeicherte CO2 während vieler Jahre in der Bausubstanz eingelagert werden und somit der Atmosphäre entzogen werden kann. Der Bund hat daher auch das Ziel, das im Wald nachwachsende Holz möglichst vollständig zu nutzen, da dies in einer Gesamtbetrachtung die beste CO2 Bilanz ergibt. Nachzulesen ist das in einer Studie des Bundes.

Wir Menschen sind also in einem Dilemma zwischen aktuellem Artenschutz (Tiere im Totholz) und der langfristigen Sicherstellung des Lebens auf der Erde indem das ausgestossene CO2 verringert wird (aktueller Stand der Wissenschaft). Wir denken, dass auch beides möglich sein soll. Aber nicht in der extremen Form entweder Totholz oder kein Totholz.

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